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Vulkan Poás

Montagabend brach ich ganz ueberstuerzt auf und fuhr ins Hotel meiner Family. Damits schnell ging, nahm ich ein Taxi und erwischte einen total freundlichen Taxi-Fahrer. Ich sagt ihm ich wuerde gerne an die Ecke Avenida 9, Calle 15. Da meinte er mit einem Grinsen, dass die Taxi-Fahrer hier es nicht so mit den Strassennamen haben. Dabei sei gesagt, dass so gut wie keiner die Strassennamen kennt. Man orientiert sich hier an wichtigen Punkt. Wenn ich nach Hause will, sag ich dem Taxi-Fahrer "El Alto Guadalupe bis zum Supermarkt Palí, dann rechts 200m und dann links". Und so laeuft hier alles!! Dem Taxi-Fahrer von Montag konnte ich dann irgendwie erklaeren, wo ich hinwill und sagte ihm auch, dass ich es eilig habe. Waehrend wir uns dann lustig unterhielten fuhr er auf schnellstem Wege zum Hotel.

Dort wartete meine Family schon, da sie Hunger hatten und die ganze Reisegruppe essen gehen wollte. Da sie nirgends sonst Platz fanden, assen sie in einem italienischen Restaurant. Im Grunde war das ihr Weihnachtsessen. Schon lustig, man reist nach Lateinamerika und isst dann dann beim Italiener das Weihnachtsessen.
Am naechsten Tag sollte es morgens zum Vulkan Poás gehen, deswegen uebernachtet ich bei meiner Family (bisschen eng, aber ging schon =) ) und bediente mich morgens einfach am Buffet (keiner hats gemerkt).
Gegen 8 fuhren wir dann in Richtung Vulkan Poás. Da es nur ein kleiner Bus war, waren wir auch recht schnell da. Da es kurz bevor wir ankamen zugezogen war, beeilten wir uns, um den Krater des Vulkans zu sehen. Aber wir hatten leider Pech und es war ziemlich vernebelt. Die Reisegruppe fuhr zum Mittagessen wieder weiter und ich wartete auf den Bus nach San José. Da er erst um halb 3 fuhr, lief ich kurz vorher nochmal zum Krater und hatte dann den schoensten Blick auf den Krater und die kleinen Rauchschwaden, die aus Schwefelloechern aufstiegen.

27.12.06 01:32, kommentieren

Weihnachten

Weihnachten verbringt man hier mit der Familie. Am 24. Dezember kommen alle (auch verheirateten) Kinder bei den Eltern zusammen und es gibt ein grosses Essen und man feiert feucht froehlich. Um Mitternacht werden dann die Geschenke geoeffnet und das Fest geht lustig weiter.
Meine Gastfamilie hat leider nicht so gefeiert. Sie waren morgens in der Kirche und haben sehr viele Geschenke verpackt und alle Tanten, Cousins, Neffen usw beschenkt. Sogar ich hab ein Geschenk bekommen. Da der Sohn ausgegangen ist, haben Mutter und Tochter nicht einmal was besonderes gegessen, obwohl man hier zu Weihnachten viele "Tamales" - Maisbrei, Fleisch, Reis, Gemuese in Bananenblaettern - isst. So bin ich abends auch ausgegangen.

Am Samstagabend kamen meine Mutter und mein Bruder in San José an, denn sie haben ganz kurzfristig eine Rundreise durch Costa Rica gebucht. So war ich sie dann Samstagabend im Hotel besuchen und hab 4 riesen Tueten mit Dingen, die ich bestellt hatte, mit nach Hause genommen. Dabei war auch jede Menge Schokolade, die ich meiner Gastfamilie und meinen Arbeitskollegen zu Weihnachten geschenkt hab. Und alle lieben die Schokolade, denn hier ist die chocolate nicht so dolle.

Heute war hier Feiertag. Sowohl der 24. als auch der 26. Dezember sind hier normale Wochentage. Trotzdem haben an diesen Tagen viele Geschaefte geoeffnet und die Ticos kaufen rund um die Uhr die letzten Geschenke ein. So war heute mit meiner Gastfamilie z.B. in einem grossen Supermarkt, das Aequivalent zu Metro hier in Costa Rica.

Von daher kann ich sagen, dass man Weihnachten schon ein bisschen anders feiert, aber ich hab leider kein so tolles Familienfest erlebt.Trotzdem ist es auch mal ne Erfahrung Weihnachten nicht zu Hause zu feiern, so wie immer.

27.12.06 01:14, kommentieren

Weihnachtsfeste

Diese Woche ging so schnell vorbei, glaub ich gar nicht.

Am Dienstag hatten wir eine grosse Weihnachtsfeier (die nicht wirklich weihnachtlich war). Frueh morgens sind alle aus dem Park zu einer Finca gefahren, wo wir den ganzen Tag verbracht haben. Es gab 2 Fussballplaetze, einen Basketballplatz, Tennisplatz, ein grosses Schwimmbecken, einen Pfad mitten durch den Dschungel und auch sonst noch jede Menge Platz. So haben wir dort erstmal gegessen und spaeter haben dann alle Fussball oder Basketball gespielt oder waren im Pool. Es gab auch eine Partie Frauen-Fussball, wo Susi und ich natuerlich auch mitgespielt haben. Unsere Mannschaft hat dann auch gewonnen =) Spaeter war ich dann noch schwimmen, das hat richtig gut getan. Der Pool war naemlich riesen gross, so dass man richtige Bahnen schwimmen konnte. Mittags gabs nochmal lecker essen und gegen Abend gabs dann so eine Art Disco, wo wirklich alle getanzt haben, sogar die Alten (die teilweise am meisten Party gemacht haben!!). Hat alles riesen Spass gemacht, denn die Ticos koennen wirklich feiern.
Gestern gabs dann nach der Arbeit eine Versammlung zum Jahresabschluss und danach nochmal eine Weihnachsfeier, aber mit nicht ganz so vielen Leuten. Da gabs auch wieder lecker Essen und die Mitarbeiter haben untereinander Geschenke ausgeteilt usw. Macht wirklich total viel Spass mit denen Feste zu feiern, denn die verstehen sich alle und tanzen miteinander und haben einfach Spass miteinander.

Die Arbeit im Park macht mir auch viel Spass, v.a. morgens auf dem Bauernhof. Die Tiere sind alle so lieb. Irgendwie kriegen die eher selten frische Sachen, v.a. die Hasen und so verwoehn ich sie hin und wieder mit frischem Gruen. Grad heute musste ich in dem einen Freigehege Blaetter zusammenkehren und eine Ziege, die ausnahmsweise in dem Gehege war, half mir dabei. Denn sie hat fast den ganzen Haufen aufgefressen. So musste ich nicht mehr so viel aufkehren.

Seit dieser Woche arbeitet Susi ja auch im Park und so hab ich in den Pausen immer Unterhaltung und z.B. heute haben wir uns mal ein leckeres Bananenshake gemacht, mit Bananen aus dem Park, die mir Amado (mit ihm arbeite ich nachmittags) immer gibt.
Da ich auch so viel draussen arbeite, bin ich in den letzten 2 Wochen sooo braun im Gesicht und an den Schultern geworden. Susi ist schon voll neidisch. Freu mich schon, wenn ich zurueckkomme und alle so kaese sind und ich eine halber Neger.

Am Wochenende waren wir nur samstags ein bisschen in Escazú. Das ist eine Art Vorstadt von San José, wo die bisschen besser betuchten wohnen. Naja, von Escazú haben wir nicht viel gesehen, da wir nur in einer riesigen Mall waren. Die war auch wieder total modern, so wie in Amerika.
Abends war dann das Festival de la Luz. Im Grunde war es wie eine Faschingsumzug, der durch die Avenida 2 ging. Ich glaub, ganz San José war auf den Beinen!! So toll war der Umzug dann leider nicht, denn es kamen entweder ein grosses Musikorchester, ein kitschiger Wagen oder Turner/Cheerleader. So sind wir dann auch schon frueher wieder gegangen und Stefan und ich haben noch einen Bus zum Heimfahren erwischt.

Heute haben Stefan, Susi und ich uns dann die Haare von einer Bekannten schneiden lassen. Danach war ich dann noch joggen. Obwohl es nicht mein Lieblingssport ist, werd ichs wohl oefters machen. Ich ess hier naemlich immer so viel und hab bestimmt schon zugenommen. Damit ich keinen Schock bekommen, wenn ich mich zu Hause n Detuschland wieder wiege, werd ich jetzt ab und zu mal joggen oder Fussball spielen gehen. Anscheinend gibts auch in der Naehe ein Schwimmbad, da werd ich auf jeden Fall auch bald mal hingehen.

Was mir noch eingefallen ist in den letzten Tagen. Wenn irgendwer Lust hat mir mal nen Brief oder so zu schreiben,  kann er das an folgende Adresse schicken:

Verena Verestek
Rosa Maria Trejos
apartado 22 11 2100
San José
Costa Rica 

18.12.06 03:37, kommentieren

Jacó

Dieses Wochenende war eigentlich ganz cool, obwohl es nicht so toll anfing. Wir hatten ja geplant am Samstag zusammen nach Jaco zu fahren. Jedoch sind Susi und Stefan ganz spontan Freitagabend mit einem Freund nach  Guanacaste gefahren. Da ich keine Lust hatte wieder das Wochenende daheim rumzugammeln, bin ich Samstagfrueh (um halb 7!!!) zum Busterminal gefahren und dann alleine mit dem Bus nach Jacó. War alles kein Problem und so bin ich gegen 11 in dem kleinen Ort Jacó angekommen und fand einen wunderschoenen Strand mit vielen Palmen vor. Anfangs war ich erstmal bissl verloren so ganz alleine da. Man soll  seine Sachen ja net unbeaufsichtigt lassen soll, was aber schwer ist, wenn man baden gehen will. Schliesslich hab ich dann ein wunderschoenes Plaetzchen im Schatten gefunden, wo nicht weit eine Gruppe Leute war, die freundlicherweise aufgepasst haben. Ein bisschen spaeter haben die mich dann eingeladen, mich zu ihnen zu setzen und mir gleich ein Bier in die Hand gedrueckt. Wollte dann nicht unhoeflich sein und hab mittags um halb 1 schon ein Bier getrunken!! Die Gruppe waren Arbeitskollegen (juengere und aeltere Ticos), die zusammen einen Strandausflug gemacht haben. Sie waren aber alle voll nett, haben mir saemtliches Essen und Trinken angeboten und auch, dass ich mit ihnen zurueckfahren kann. Ich hatte mein Rueckfahrticket (fuer den Bus) zwar schon gekauft, aber ich dachte mir, was solls, mit ihnen komm ich gleich in die Innenstadt, von da ists leichter wieder heimzukommen. So bin ich dann mit ihnen gefahren und eine von denen wohnt im gleichen Stadtteil, so konnte ich mit ihr zusammen im Bus nach Hause fahren (waer ich mit dem Bus gefahren, haette ich ein Taxi nehmen muessen, was ungefaehr 10mal so teuer ist als Busfahren).

Hab auch ein paar Fotos vom Strand usw gemacht, aber leider funktioniert meine Kamera nimmer ganz, deswegen sind es net viele. Seit letztem Wochenende kann ich keine Einzelfotos mehr machen. Ich hoffe, dass ich das wieder hinkriege, denn so ist es ziemlich umstaendlich.

Am Sonntag war ich dann mit meiner mamá tica und meiner Gastschwester auf einem typischen Familienfest mit viiiel Essen und Trinken, Live-Musik und Tanz auf einer wunderschoenen Finca, von der man ueber ganz San José sehen konnte. Da wir nachmittags hingefahren sind, hab ich abends dann die erleuchtete Stadt gesehen. Toller Anblick!

12.12.06 03:33, kommentieren

INBioparque

Der INBioparque ist eine Art Naturpark, aehnlich der Wilhelma in Stuttgart, wo es Tiere wie auf einem Bauernhof, eine Farm und die verschiedenen Waldarten von Costa Rica samt den Tieren gibt. Das ganze steht unter dem Motto der Artenvielfalt von Costa Rica. INBio forscht so z.B. auch nach neuen Tierarten in Costa Rica. In dem Park kann man dann diese Artenvielfalt interaktiv kennenlernen und auch erleben.

Und genau da arbeite ich nun schon eine ganze Woche und es macht riesen Spass.

Als ich am Montag ankam, haben die anderen Arbeiter - eigentlich nur Maenner - erstmal Morgenpause gemacht. So hab ich gleich mal einige kennengelernt. Sie waren alle total nett und entgegenkommend. Nachdem alle ihre Portion "Gallo Pinto" (Reis mit Bohnen und Fleisch) gegessen haben, gings dann an die Arbeit. Ich durfte erstmal tausende von Pflaenzchen duengen und das den ganzen Tag.War eigentlich nicht so prickelnd, aber Amado (mit ihm arbeite ich meistens zusammen in der Gaertnerei) hat viel mit mir geredet und ich war auch voller Enthusiasmus, deswegen wars gar nicht so langweilig.
Dientag durfte ich dann vormittags auf dem kleinen Bauernhof im Park arbeiten. Da gibt es 3 Saeue, von denen 2 traechtig sind und gegen Ende Dezember Kleine kriegen, Schafe, Ziegen, Huehner und Hasen. Deren Kaefig durfte ich dann erstmal alle sauber machen. Adrian hat mir dabei auch alle Kniffe gezeigt und was ich beachten muss. Am Nachmittag war ich dann wieder in der Gaertnerei, wo ich viele Aestchen eingeplanzt hab.
So wie der Dienstag laeuft mein Tag jetzt immer ab, morgens Bauernhof, nach dem Mittagessen - wo alle natuerlich nochmal eine Portion "Gallo Pinto" essen - in der Gaertnerei. Morgens fuetter ich alle Tiere, saeuber das Freigehege der Saeue usw.Nachmittags pflanz ich wie am Dienstag oft Aestchen ein, sortiere Pflanzen, schneide Gruenzeug usw.
Es gibt eigentlich immer was zu tun, aber trotzdem wird alles gemuetlich gemacht und zwischendrin auch kleine Pausen. Vor allem gegen Ende heissts immer, nur die Ruhe, wir haben doch eh gleich aus.
Manchmal ists dann auch langweilig, weil ich dann einfach nix zu tun hab und nur rumsitz. Aber z.B. auf dem Bauernhof hol ich mir einfach ein kleines Haeschen aus dem Kaefig und verwoehn das ein bisschen.
Das hab ich heute auch gemacht, als Adrian kam und meinte, jetzt melken wir die Ziege (wollten wir naemlich schon gestern machen). So hab ich heute zum ersten Mal in meinem leben eine Ziege gemolken, leider nur mit mittelpraetigem Erfolg. Ist naemlich gar nicht so einfach. Aber Adrian meinte, wir ueben das einfach ganz oft und nach meinen 3 Monaten im INBIOparque kann ich perfekt melken und einen Bauernhof aufmachen.
Die anderen Mitarbeiter sind auch alle bemueht und ich bekomme total oft irgendwelche Sachen geschenkt. So z.B. eine Flasche Ziegenmilch oder Tomatos Gallina (so eine Frucht, die eigentlich nix mit einer Tomate zu tun hat, aber total lecker ist) oder mal was zu trinken. Gestern hat einer eine ganze Stunde fuer mich geopftert und mir geholfen, ohne das ich irgendwas gesagt hab.

Ich denke, die 3 Monate kann ich da wunderbar aushalten, denn das Arbeitsklima gefaellt mir echt gut und es ist ziemlich so, wie ich es mit vorgestellt hab.

9.12.06 00:15, kommentieren

Vulkan Arenal

Kaum bin ich zu Hause, schreib ich gleich mal ein bisschen was ueber die letzten Tage.

Am Freitag hatte ich meinen letzten Schultag in der Universal de Idiomas. Ich fand es ein bisschen schade, weil man doch den einen oder anderen Freund gefunden hat, den man jetzt kaum oder gar nicht mehr sieht. Und der Unterrricht war auch in den letzten beiden Wochen voll gut und ich hab sooooo viel gelernt. Tja, jetzt ists vorbei und ich kann das Gelernte anwenden, bzw. ich muss. Denn im INBIOparque kann so gut wie niemand Englisch. Aber das ist auch gut so, denn dann ueb ich mein Spanisch. Mauro, der Sohn meiner Lehrerin, meinte aber jedesmal, wenn wir uns getroffen haben, dass mein Spanisch jedesmal riesige Fortschritte gemacht hat. Mittlerweile komm ich hier auch sehr gut klar mit meinen Kenntnissen und deswegen fiel es mir doch nicht so schwer, die Schule zu verlassen. Die Vorfreude auf den Park ist einfach riesig, weil es einfach so toll war, als Susi und ich dort waren. Morgen gehts ja los und dann werd ich ja sehen, obs auch so ist, wie ich es mir vorstelle.

Aber jetzt zum Wochenende.
Nachdem letztes Wochenende ja nicht viel los war, sind wir (also Susi, Stefan und ich) diesmal zum Vulkan Arenal gefahren. Er liegt etwa 4 Stunden Busfahrt noerdlich-westlich von San José und hat die typische Vulkanform eines Berges mit Spitze.
Nachdem wir im Dunkeln in Fortuna, der naechgroesseren Stadt beim Vulkan, angekommen waren, sprachen uns gleich mehrere Ticos an, die nach Gaesten fuer ihre Cabinas suchen. Einer klang recht serioes, deswegen gingen wir dann mit ihm mit und fanden auch ein recht schoenes Zimmer mit Kabal-Fernsehen vor! Letztes Mal in Manuel Antonio hatten wir das nicht und ein Fernseher in einer Cabina ist auch eher seltener. Jedenfalls bezahlten wir pro Nacht knapp 6$, was recht guenstig ist. In Manuel Antonio haben wir naemlich 10$ bezahlt.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, waren wir in Fortuna noch ein bisschen unterwegs. Ich glaub, sowas wie geregelte Oeffnungszeiten gibt es in diesem Land nicht. So sind wir nach 9 noch in Souvenir-Geschaeften und einem Internet-Café gewesen.
Der Samstagmorgen fing dann sehr regnerisch an, was unsere Laune ziemlich in Keller gehen lies. Denn dadurch war der Vulkan ganz in Wolken gehuellt. Nachmittags wollten wir naemlich eine (gefuehrte) Tour zum Vulkan machen und bei dem Wetter waer das ja nicht so dolle gewesen. Wir hatten eben die Hoffnung, dass es sich bis zum Nachmittag ausgeregnet hat und dann aufklart. Dem war leider nicht so, aber es die Tour machten wir trozdem mit. Und es hat sich auch gelohnt, denn der Regen hoerte ploetzlich auf und es war total angenehm durch den Park, in dem der Vulkan ist, zu laufen. Dabei sahen wir diesmal ein wirklich faules Faultier, Affen, Tukane, einen Truthahn, tausende Mosquitos, Orchideen, viel Gruen und natuerlich den Vulkan, aber eben ohne die Spitze, die total in Nebel war. Eigentlich wuerde man denken, naja, ist ja nicht so super. War es aber doch, denn je naeher wir kamen, desto lauter hoerten wir ein Grollen und Gluckern und von einem Aussichtpunkt sahen wir in kurzen Abstaenden immer wieder Lava den Berg runterfliessen, zwar nur von Weitem, aber sowas muss man auch erstmal gesehen haben, finde ich. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Vulkan einer der aktivsten der Welt (!!!) ist, ist es schon ein besonderes Gefuehl, so nahe neben dieser Naturgewalt zu stehen.
Nach diesem kleinen Naturschauspiel fuhren wir noch mit unserem Guide zu Thermalquellen (agua caliente), wovon es rund um den Vulkan mehrere gibt. Dort entspannten wir dann ueber 2 Stunden im warmen Thermalwasser Im Mondschein. Da die Tour ja erst nachmittags losging, erreichten wir den Aussichtspunkt gerade bei Sonnenuntergang und konnten so den Vulkan auch im Dunkeln sehen. Haetten wir besseres Wetter gehabt, haetten wir den Krater auch von den Thermalquellen ausgesehen, aber der Dunst wollte einfach nicht verschwinden.

Nach den tollen Erlebnissen, beschlossen wir am Sonntag schon vormittags zurueckzufahren, da wir eigentlich alles gesehen hatten, was wir wollten (ausser dem Vulkankrater natuerlich). Wir erwachten zwar bei wunderbarem Sonnenschein, der Vulkan war aber immernoch total verschleiert. Daher die fruehe Rueckfahrt um 10Uhr. Wir mussten erst in die Ciudad Quesada und dort dann in einen Bus nach San José umsteigen. Der erste Teil der Fahrt war ziemlich unangenehm, weil der bus rappelvoll war, so dass auch der Gang voll mit Leuten war! Wir erwischten zum Glueck noch Sitze, aber es war ewig heiss im Bus und der Busfahrer hatte es wohl auch nicht eilig und tuckerte seelenruhig die Serpentinen entlang. Als wir dann im 2. Bus sassen, hatten wir auf halber Strecke etwa eine Panne! Also stiegen wir aus und konnten nach einer halben Stunde der Hitze in einen neuen Bus entfliehen. Ich glaube fuer costaricanische Verhaeltnisse war der Ersatz-Bus richtig schnell da und wir waren auch sehr ueberrascht als er um die Ecke bog. Nach dieser kleinen Odysee bin ich jetzt endlich daheim und gleich mal ins Internet.

Die ganze Busfahrt ueber schien die Sonne, bis gerade eben. Und das, obwohls vorgestern ja fast nur geregnet hatte. Der heutige Tag war so ziemlich der schoenste Tag, den ich hier bisher vom Wetter her erlebt habe! Aber so soll das Wetter gegen Januar-Februar auch werden. Hoffentlich!

4.12.06 00:41, kommentieren

San José ist wirklich nicht die schoenste Stadt

Dieses Wochenende war leider nicht viel los, weil wir des Geldes wegen und ich auch ein bisschen, weil ich meine Haut nach dem Sonnenbrand, den ich mir in Manuel Antonio geholt hatte, schonen wollte. So war mein Wochenende ziemlich langweilig, ich hab mal wieder was fuer die Schule gemacht und war in San José unterwegs. Dabei sprach mich eine junge Tica an und wir haben uns ganz nett unterhalten und am schluss noch Mail-Adressen ausgetauscht. War ein schoenes Erlebnis, ich dachte naemlich schon alle Ticos (in San José ) sind irgendwie arrogant oder so. Aber dazu nachher mehr.

Mittlerweile hab ich mich mehr oder weniger an San José gewohnt. Die stickige Luft und der Dreck und so weiter fallen mir gar nicht mehr so auf. Aber ich freu mich trotzdem schon riesig, wenn ich wieder in Stuttgart bin. =)

In der letzten Woche war es aber sehr kuehl, was ziemlich ungewoehnlich ist. Ich glaub teilweise war es in Deutschland sogar waermer! An einem Tag hatten wir nur 14ºC. Ich glaub echt so langsam, dass man in Europa ein total falsches Bild von Costa Rica hat. Jeder denkt, hier scheint die Sonne von frueh bis spaet, ueberall ist das laessige Karibikfeeling und alle sind total ¡Pura vida!. Dem ist leider nicht so! Zunaechst einmal aehnelt hier alles Europa, nur sieht es eben aermlicher aus wie etwa Rumaenien. Meine Lehrerin hat selber gesagt, dass Costa Rica gar keine eigene Kultur hat. Und das Touristen oft ein falsches Bild von Costa Rica haben. Das liegt wohl daran, dass man immer die tollen Bilder vom Strand mit strahlendem Sonnenschein, Palmen etc. sieht. In Wahrheit regnet es hier soooo viel und wenn es das nicht tut, dann ist es ziemlich windig. Klar ist es auch warm, aber ich finde, es ist kaum Unterschied zu den mediterranen Laendern. Ansonsten empfinde ich (auch die anderen estudiantes meiner Schule), dass die Menschen auch lange nicht so offen und entgegenkommend sind wie man immer denkt, v.a. nicht in San José. An den Straenden schon eher, aber hier in der Stadt sind die Menschen fast schon arrogant. Deswegen zieht es einen noch viel mehr an den Wochenenden ans Meer. Dort ist das Wetter auch ein bisschen besser als in der Hochebene der Cordillera Central, auf der San José liegt und man spuert ein dort schon eher Karibikfeeling. Am naechsten Wochenende werden Susi, Stefan und ich auf jeden Fall wieder ans Meer fahren und uns von der Sonne verwoehnen lassen, wenn wir Glueck haben und kein verregnetes Wochenende erwischen.

Mit dene beiden versteh ich mich jetzt auch richtig gut, v.a. mit Susi, weil wir uns ja jeden Tag in der Schule sehen und zusammen Unterricht haben. Gestern abend waren wir zusammen z.B. mit noch 2 anderen aelteren Deutschen aus ihrer Familie im 'El Cuartel', einer grossen Bar, wo viele ausalendische Studenten hingehen. so haben wir da auch Fiona wieder getroffen. Montags abends spielt da auch immer ne Live-Band und gestern Abend war die richtig genial. Neben Rock, Jazz, Salsa usw  haben sie auch Lieder von Bob Marley gesungen. Das hat sich wie original Bob Marley angehoert, einfach nur genial. Im Vergleich zum 'El Pueblo' (so ne Art Partydorf), in dem nur Reggeaton kommt. Da war ich naemlich am Samstag Abend, aber so schnell werd ich da nicht mehr hingehen. War ueberhaupt nicht mein Ding. In der Schule gibts jede Woche auch einen Tanzkurs, wo man Salsa, Merengue und die ganzen Taenze von hier lernen kann. Ich kann das ja shcon ein bisschen, weil ich in der Tanzschule mal nen Salsa-Kurs gemacht ha, aber wie die Maedels hier tanzen, dass ist echt abartig. Ich glaub bei denen wackelt der gazne Koerper, dagegen komm ich mir vor wie ein nasser Sack Kartoffel.

Apropo Kartoffel, das Essen hier ist auch etwas gewoehnungsbeduerftig. Es gibt naemlich so gut wie jeden Tag Reis mit Bohnen. Die Ticos esse, glaub ich, teilweise morgens, mittags und abends Reis mit Bohnen. Da ich sowieso gerne Chinesisch ess, macht mir das eigentlich nichts. Aber so zur Abwechslung mal richtig leckere Pastamit Pesto und Parmesankaese waer schon mal was feines. Naja, dafuer gibts hier auch ganz viele andere leckere Sachen, die man in Deutschland kaum oder gar nicht kennt. So z.B. die Yukka-Wurzel oder die Frucht 'cas' oder ganz viel andere Sachen, deren Namen ich mir leider nicht merken kann. Was auch richtig lecker ist, sind die Kochbananen. damit machen die hier richtig leckere Sachen, von denen ich gar net genug kriegen kann. Und dann macht meine Gastmutter auch voll oft selber Fruchtsaefte, grad z.B. von cas oder Erdbeere oder Orange oder....

Soviel mal wieder. Naechstes Mal gibts auch wieder Bilder und nen Bericht vom Meer. =)

28.11.06 14:59, kommentieren

Manuel Antonio

Meine zweite Woche hier verging wie im Fluge.

Nachdem ich mich in der ersten Woche nachmittags meistens gelangweilt hab, ist jetzt immer irgendwas los und ich lern immer mehr Leute kennen. In der Schule sind jetzt endlich mehr Schueler, zum Teil auch aus Deutschland oder den Niederlanden.
Neulich war ich dann bei meiner Spanisch-Lehrerin eingeladen. Ich sollte ihre Sohne kennenlernen und mein Spanisch bisschen anwenden. Das klappte zwar leider nicht ganz, weil die 2 Sohene hauptsaechlich Englisch mit mir redeten, war aber ein witziger Nachmittag. Hab mich mit ihnen naemlich richtig gut verstanden. Mit meiner Lehrerin versteh ich mich auch richtig gut und der Unterricht ist immer lustig. Und mein Spanisch wird dabei auch immer besser, ich kann halbwegs fluessig reden und versteh auch die Ticos, so lange sie nicht wie ein Wasserfall reden.
Ansonsten, wenn ich zu Hause bin, schau ich echt gern Fernseher. Die haben hier naemlich richtig coole Programme. Es kommen so viele aktuelle Filme, die immer auf Englisch sind mit spanischem Untertitel. So versteh ich auch alles und lern nebenher noch Spanisch. Sowas sollte es auch in Deutschland geben, eben mit deutschen Untertiteln.
Genialerweise hat meine Familie auch noch einen Internetanschluss - eine Flatrate! - und da der Sohn eh wenig zu Hause bin, hock ich auch oft vorm PC. Also schreibt mir ruhig e-Mails!

Am Wochenende wollte ich dann aber unbedingt aus San José raus. So bin ich mit Susi und Stefan am Freitag Richtung Pazifik Kueste losgefahren, nach Manuel Antonio (4 lange Stunden mit dem Bus). Nachdem die Reise sehr verregnet angefangen hatte, hatten wir dort dann super Wetter.
Als wir eine billige Unterkunft gefunden hatten - eine Cabina fuer 10 $ die Nacht - sassen wir erstmal am Strand, zusammen mit Fiona, einer deutschen Studentin, die hier ein Auslandssemester macht und die wir im Bus kennen gelernt hatten. Ein bisschen spaeter, beim Essen in einem Restaurant am Strassenrand, haben wir dann ein Faultier gesehen, das ganz und gar nicht faul war. Es ist an einer Stormleitung entlang geklettert, hat Blaetter gefuttert und war ziemlich aktiv. Dummerweise hatte ich meine Kamera nicht dabei.
Am Samstag sind wir dann frueh morgens in den Nationalpark Manuel Antonio gegangen und haben dort den ganzen Samstag verbracht. Was wir da gesehen haben, kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Wir sind auf schmalen Pfaden mitten durch den Regenwald gestampft, manchmal auch ohne Orientierung, haben viele Fotos gemacht und die Natur genossen. In dem Park gibt es auch 3 wunderschoene Straende. Gerade als sich das Gruen oeffnete und wir auf einen riesigen Strand blicken konnten, sahen wir 2 Waschbaeren, die sich gerade ueber das Essen anderer Besucher hermachten. Die Tiere sind ziemlich interelligent und lassen sich auch gar nicht so leicht verscheuchen. So ist ein wenig spaeter ein Waschbaer zielstrebig auf einen Rucksack zugelaufen, hat ihn aufgemacht und ist mit einem Broetchen im Maul wieder abgehauen.
In dem Park sollte es auch viele Aeffchen geben. Als wir den Park erkundeten, sahen wir aber keinen einizigen. Aber als wir am Strand im Schatten von Palmen lagen, kamen ploetzlich 5 Aeffchen und turnten ueber unseren Koepfen in den Baeumen und Palmen rum. Ein tolles Erlebnis! Ich hab mich riesig gefreut, weil ich die unbedingt sehen wollte.
Im Schatten unter Palmen konnte ich gar nicht glauben, was ich da gerade erlebe. Die vielen Bilder, die man daheim von Traumstraenden und Palmen sieht, ich erlebte sie gerade in Realitaet!
Langsam ging dann auch die Sonne unter und wir mussten den schoenen Nationalpark verlassen. Mit einem Bananen-Shake in der Hand sassen wir dann am Strand und genossen den Sonnenuntergang und die ganze Atmosphaere.
Sonntags wollten wir nicht nochmal den Eintritt fuer den Park zahlen und waren dann an dem Strand von dem Ort Manuel Antonio. Dieser riesige Strand war auch recht schoen, wobei die im Park doch eindrucksvoller sind. Das Wasser war - wie im Park - total sauber, aber nicht ganz durchsichtig. Am Sonntag waren wir bis nachmittags nur am Strand und ich war so viel im Wasser, dass meine Haut schon aufweichte. Ein Freund von Fiona, der zufaellig auch in Manuel Antonio war, hat mich dann noch auf seinem Brett ins Surfen eingefuehrt. Aber auch ohne Brett konnte man da genial Wellensurfen, weil die Wellen und das Meer einfach nur perfekt waren.
Ziemlich fertig fuhren wir dann Sonntag Nachmittag zurueck ins stickige San José. Diesmal aber nicht im Bus, sondern mit einem Tico, den wir auch ueber Fiona kennen gelernt hatten. Sp sparten wir ein bisschen Geld und die Fahrt ging auch schneller.

Insgesamt kann ich eignetlich nur sagen, dass ein riesen Traum in Erfuellung gegangen ist, als ich da am Strand unter Palmen lag!

20.11.06 15:30, kommentieren

¡Hola Costa Rica!

Nach einem sehr sehr sehr langen Flug - insgesamt war ich bestimmt 20 Stunden unterwegs! - bin ich Samstag abends ziemlich uebermuedet gelandet.

Mein Gastfamilie war aber total in Vorbereitungen vertieft, da die Tochter am naechsten Tag heiratete! Was ein Anfang! An meinem ersten richtigen Tag in Costa Rica hab ich gleich mal eine costaricanische Hochzeit miterlebt, mit allem drum und dran. Und ich hab irgendso ne mexikanische Band gesehen, die wohl total bekannt ist. War alles ganz schoen, aber im Grunde war die Hochzeit nicht arg viel anders als in Deutschland.

Dagegen ist San José ueberhaupt nicht mit einer deutschen Stadt zu vergleichen. Die Stadt ist so ziemlich eine der haesslichsten Staedte, die ich bis jetzt gesehen hab. Hab schon ein paar Bilder hochgeladen, die eher noch die schoeneren Seiten von San José zeigen. Tagsueber fahren hier so viele Autos rum, es ist dreckig und die Luft ist stickig. Da muss man am Wochenende echt raus, am besten natuerlich an den Strand.
Aber es gibt auch ein paar schoene Dinge hier, vor allem die vielen Palmen und gruenen Pflanzen, die ueberall zwischen den Haeusern wachsen und wunderschoen sind. Das liegt wohl vor allem daran, dass es hier taeglich (!!!) regnet. Jeden Nachmittag giessts wie aus Kuebeln. Dafuer ist es warm und ab Dezember solls besser werden. Hoffentlich!
Das Leben hier ist auch eher einfach. Sieht man ja an den Haeusern. Aber die Menschen geniessen ihr leben. Im Vergleich zu Deutschland ist hier alles auch extrem billig. Ausser Nahrungsmittel, die sind im Vergleich zum Rest teuer. Aber z.B. eine Busfahrt kostet etwa 20 Cent und man kann durch die ganze Stadt fahren. Und auch Ueberlandfahrten kosten praktisch nichts. Fuer knapp 4 Euro kann man an die Karibikseite fahren (ca. 4 Std Fahrt).

Seit Montag hab ich auch Spanischunterricht. Mit dem, was ich mir noch in Deutschland angeeignet hab, komm ich hier recht gut klar. Ïn der Schule lern ich aber total viel und schnell, so dass v.a. das Sprechen immer einfacher wird. Ich frag mich nur, ob mir der Unterricht nach 3 Wochen noch immer Spass macht. Denn jeden Tag immer nur Spanisch ist doch ein bisschen eintoenig. Aber schliesslich will ich ja Spanisch lernen. Es erinnert mich aber auch sehr an die Schule, vor allem deswegen, weil ich jeden Tag Hausaufgaben kriege.

In der Sprachschule hab ich auch gleich am ersten Einige kennengelernt. Grad sind noch 2 andere Deutsche da, Susi und Stephan, mit denen versteh ich mich echt gut. Mit ihnen werde ich wohl die Wochenenden am Meer oder sonst irgendwo verbringen. Und ich glaub, es koennte sehr lustig werden mit den beiden.

Was ich dieses Wochenende mache, weiss ich leider noch nicht. Aber ich werde es dann schon berichten.

Hasta luego!

7.11.06 19:40, kommentieren

Bald gehts los...

Klein Verena geht in die große weite Welt hinaus...
Am 4. November geht die Reise los. Früh morgens um 7:50 Uhr startet mein Flieger Richtung Süden.
Bis dahin muss ich noch einiges erledigen. Und mit Packen sollte ich langsam auch mal anfangen.

Damit ihr alle ein bisschen verfolgen könnt, wo ich bin und was ich so treibe, werde ich hier von Zeit zu Zeit Berichte schreiben. Fotos werde ich von Zeit zu Zeit auch hochladen. Zur Fotogalerie gelangt ihr über die Links.

30.10.06 13:38, kommentieren