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Vulkan Arenal

Kaum bin ich zu Hause, schreib ich gleich mal ein bisschen was ueber die letzten Tage.

Am Freitag hatte ich meinen letzten Schultag in der Universal de Idiomas. Ich fand es ein bisschen schade, weil man doch den einen oder anderen Freund gefunden hat, den man jetzt kaum oder gar nicht mehr sieht. Und der Unterrricht war auch in den letzten beiden Wochen voll gut und ich hab sooooo viel gelernt. Tja, jetzt ists vorbei und ich kann das Gelernte anwenden, bzw. ich muss. Denn im INBIOparque kann so gut wie niemand Englisch. Aber das ist auch gut so, denn dann ueb ich mein Spanisch. Mauro, der Sohn meiner Lehrerin, meinte aber jedesmal, wenn wir uns getroffen haben, dass mein Spanisch jedesmal riesige Fortschritte gemacht hat. Mittlerweile komm ich hier auch sehr gut klar mit meinen Kenntnissen und deswegen fiel es mir doch nicht so schwer, die Schule zu verlassen. Die Vorfreude auf den Park ist einfach riesig, weil es einfach so toll war, als Susi und ich dort waren. Morgen gehts ja los und dann werd ich ja sehen, obs auch so ist, wie ich es mir vorstelle.

Aber jetzt zum Wochenende.
Nachdem letztes Wochenende ja nicht viel los war, sind wir (also Susi, Stefan und ich) diesmal zum Vulkan Arenal gefahren. Er liegt etwa 4 Stunden Busfahrt noerdlich-westlich von San José und hat die typische Vulkanform eines Berges mit Spitze.
Nachdem wir im Dunkeln in Fortuna, der naechgroesseren Stadt beim Vulkan, angekommen waren, sprachen uns gleich mehrere Ticos an, die nach Gaesten fuer ihre Cabinas suchen. Einer klang recht serioes, deswegen gingen wir dann mit ihm mit und fanden auch ein recht schoenes Zimmer mit Kabal-Fernsehen vor! Letztes Mal in Manuel Antonio hatten wir das nicht und ein Fernseher in einer Cabina ist auch eher seltener. Jedenfalls bezahlten wir pro Nacht knapp 6$, was recht guenstig ist. In Manuel Antonio haben wir naemlich 10$ bezahlt.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, waren wir in Fortuna noch ein bisschen unterwegs. Ich glaub, sowas wie geregelte Oeffnungszeiten gibt es in diesem Land nicht. So sind wir nach 9 noch in Souvenir-Geschaeften und einem Internet-Café gewesen.
Der Samstagmorgen fing dann sehr regnerisch an, was unsere Laune ziemlich in Keller gehen lies. Denn dadurch war der Vulkan ganz in Wolken gehuellt. Nachmittags wollten wir naemlich eine (gefuehrte) Tour zum Vulkan machen und bei dem Wetter waer das ja nicht so dolle gewesen. Wir hatten eben die Hoffnung, dass es sich bis zum Nachmittag ausgeregnet hat und dann aufklart. Dem war leider nicht so, aber es die Tour machten wir trozdem mit. Und es hat sich auch gelohnt, denn der Regen hoerte ploetzlich auf und es war total angenehm durch den Park, in dem der Vulkan ist, zu laufen. Dabei sahen wir diesmal ein wirklich faules Faultier, Affen, Tukane, einen Truthahn, tausende Mosquitos, Orchideen, viel Gruen und natuerlich den Vulkan, aber eben ohne die Spitze, die total in Nebel war. Eigentlich wuerde man denken, naja, ist ja nicht so super. War es aber doch, denn je naeher wir kamen, desto lauter hoerten wir ein Grollen und Gluckern und von einem Aussichtpunkt sahen wir in kurzen Abstaenden immer wieder Lava den Berg runterfliessen, zwar nur von Weitem, aber sowas muss man auch erstmal gesehen haben, finde ich. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Vulkan einer der aktivsten der Welt (!!!) ist, ist es schon ein besonderes Gefuehl, so nahe neben dieser Naturgewalt zu stehen.
Nach diesem kleinen Naturschauspiel fuhren wir noch mit unserem Guide zu Thermalquellen (agua caliente), wovon es rund um den Vulkan mehrere gibt. Dort entspannten wir dann ueber 2 Stunden im warmen Thermalwasser Im Mondschein. Da die Tour ja erst nachmittags losging, erreichten wir den Aussichtspunkt gerade bei Sonnenuntergang und konnten so den Vulkan auch im Dunkeln sehen. Haetten wir besseres Wetter gehabt, haetten wir den Krater auch von den Thermalquellen ausgesehen, aber der Dunst wollte einfach nicht verschwinden.

Nach den tollen Erlebnissen, beschlossen wir am Sonntag schon vormittags zurueckzufahren, da wir eigentlich alles gesehen hatten, was wir wollten (ausser dem Vulkankrater natuerlich). Wir erwachten zwar bei wunderbarem Sonnenschein, der Vulkan war aber immernoch total verschleiert. Daher die fruehe Rueckfahrt um 10Uhr. Wir mussten erst in die Ciudad Quesada und dort dann in einen Bus nach San José umsteigen. Der erste Teil der Fahrt war ziemlich unangenehm, weil der bus rappelvoll war, so dass auch der Gang voll mit Leuten war! Wir erwischten zum Glueck noch Sitze, aber es war ewig heiss im Bus und der Busfahrer hatte es wohl auch nicht eilig und tuckerte seelenruhig die Serpentinen entlang. Als wir dann im 2. Bus sassen, hatten wir auf halber Strecke etwa eine Panne! Also stiegen wir aus und konnten nach einer halben Stunde der Hitze in einen neuen Bus entfliehen. Ich glaube fuer costaricanische Verhaeltnisse war der Ersatz-Bus richtig schnell da und wir waren auch sehr ueberrascht als er um die Ecke bog. Nach dieser kleinen Odysee bin ich jetzt endlich daheim und gleich mal ins Internet.

Die ganze Busfahrt ueber schien die Sonne, bis gerade eben. Und das, obwohls vorgestern ja fast nur geregnet hatte. Der heutige Tag war so ziemlich der schoenste Tag, den ich hier bisher vom Wetter her erlebt habe! Aber so soll das Wetter gegen Januar-Februar auch werden. Hoffentlich!

4.12.06 00:41

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