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Panama - Bocas del Toro

Letztes Wochenende ist viel passiert und ich hab sehr viele neue Erfahrungen gemacht. Ich werd versuchen, alles zu berichten, weshalb es wohl ein sehr sehr langer Bericht werden wird...

Freitagmorgen machen Susi, Stefan und ich uns auf zum Panama-Bus-Terminal. Stefan ging vor, um schonmal die Tickets zu kaufen und spricht dort 3 Kanadierinnen an, die auch nach Bocas del Toro wollen. Gegen 9 fuhr der Bus dann auch endlich Richtung Puerto Limón los, wo wir eine kleine Pause machen und schliesslich nach ca. 6 Stunden den kleinen Grenzort Sixoala erreichen.Zu Fuss ueberquerten wir den Grenzfluss, auf einer alten Metallbruecke mit Holzbalken und holen uns den Einreisestempel. Die Kanadierinnen muessen jeweils 10$ fuer die Einreise zahlen, wie gar nichts. Komisch, dass immer die Nordamerikaner zur Kasse gebeten werden. Naja, sie sind halt eher unbeliebt und reisen eben viel ein. Im gleichen Bus gings weiter nach Changiunola, wo uns total Unwissenden der Bus-Schaffner eroeffnete, dass Panama eine andere Zeitzone ist, d.h. eine Stunde spaeter. Gut zu wissen, dachten wir uns.
Als wir dann endlich am Ende unserer Busfahrt ankamen wurden wir gleich von Taxi-Fahrern bestuermt. Bei einem stiegen wir schliesslich ein und er meinte, wir fahren zum naeheren Hafen von Changiunola. Unterwegs diskutierten wir noch ueber den Preis, als es dort dann aber 'komischeweise' keine Boote gibt, erklaert er uns, dass wir dann zum anderen groesseren Hafen (von Almirante) fahren, fuer 8 $. Von da aus waere die Ueberfahrt kuerzer und deswegen auch billiger. Da uns nichts anderes uebrig blieb, stiegen wir darauf ein.
Der 'achsogrosse' Hafen von Almirante stellte sich dann als mehrere kleine Bootsanlegestellen heraus. Unterwegs hatte der Fahrer noch dort angerufen, um uns 3 Plaetze zu reservieren. Aus unserer Sicht war das Handygespraech aber komlett gestellt. Trotzdem bekamen wir noch Plaetze und fuhren in einem Boot nach Bocas del Tor. Zuerst vorbei an vielen aufs Wasser gebauten Holzhaeuschen mit Stegen und einfachen Paddelbooten, die immer mit viel Gruen abwechselten. Einige Minuten spaeter nur noch vereinzelt diese Haeuschen, dafuer viele im Wasser stehen Baeume, wahrscheinlich Mangroven, die ganze Inseln bildeten. Hinter unseren Ruecken ging langsam die Sonne unter, so dass es ein schoenes Farbenspiel gab.
Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir Bocas del Toro und tauchten in ein fuer mich voellig neues Flair ein. Um die Bootsanlegestelle reihten sich Haeuschen auf dicken Pfaehlern ueberm Wasser. Alles war bunt und schien sehr gemuetlich zu sein. Zum ersten Mal bekam ich das Gefuehl, hier steht die Zeit still, dieses chillige Karibik-Feeling.
Da ich von einer Freundin das Hostel Mondo taitu empfohlen bekommen hab, machten wir uns gleich auf den Weg dorthin. Das gelbe Haus machte einen sehr lebendigen Eindruck zwischen dem Gruen. Total beeindruckt betraten wir es. Im Vorgarten sassen junge Surfer/innen, der eingangsbereich war total offen gestaltet, mit 'Waenden' aus Schwemmholz und Lianen. An der Decke hingen Surfbretter, in der Ecke eine Haengematte. Eine kleine selbstgbaute Treppe fuehrte in den ersten Stock hoch, davor ein kleiner Tisch, die Anmeldung. Im Hintergrund Musik. Als wir endlich einen der Besitzer sprechen koenne, sagte dieser, sie waeren voll, entschuldigte sich freundlich und drueckte uns eine Flyer in die Hand. Abends gaebe es eine Party, wir sollen doch auch kommen, es gaebe auch ein Getraenk umsonst. Etwas enttaeuscht gehen wir wieder auf die Strasse, wo uns ein junger Panamese anspricht und uns zu einem anderen Hostel mit Terasse ueberm Meer fuehrt. Susi gefiel das Mehrbettzimmer und Sammelklo/-dusche nicht so, weshalb wir dann schliesslich in einem anderen landeten, auch in einem Mehrbettzimmer mit 2 Brasilianern. Dort entdeckte ich auch ein Schild fuer eine Delfin-Tour mit Schnoercheln usw. Unser panamesiche 'Fuehrer' sprang sofort drauf an und meinte, das waer seine Tour. Ich biss sofort an, weil ich doch so unbedingt Delfine sehen wollte. Susi zoegerte noch, da meinte er e wuerden auch 3 Kanadierinnen und eine Mutter mit Tochter mitkommen, gab uns seinen Namen usw. Schliesslich sagten wir zu und zahlten ihm 5 $ (von 15 $) voraus.
Da es im hostel eine Kueche gab, wollten wir uns Spaghetti mit Tomatensosse machen. Doch so verwoehnt wie wie sind, konnten wir das wirklich leckere Essen nicht ganz geniessen, da wir die Kueche fuer nicht sehr hygienisch hielten. Susi gefiel alles nicht so gut, so dass unsere Stimmung langsam sank. Abends gingen wir dann wieder ins Mondo Taitu, wo wir uns ein Cerveza Panama holten, auf die Terasse setzen.

Samstagmorgen standen wir voller Vorfreude auf die Delfin-Tour auf, machten uns total leckere Sandwichs, gingen nochmal ins Mondo Taitu, um vielleicht fuer die naechsten Naechte dort zu uebernachten. Und wir hatten Glueck. Zwar waren die Zimmer noch nicht frei, aber wir konnten schonmal unser Gepaeck hinbingen. Dann liefen wir zu dem vereinbarten Treffpunkt, um auf den jungen Panamesen zu warten. Der tauchte aber nicht auf! Er hatte uns ueber die Ohren gehauen und uns dreist die 5 $ abgezogen.
Veraergert stiefelten wir zurueck ins Mondo Taitu. Uns wurde ziemlich deutlich, wie naiv wir waren und uns immer auf sowas einlassen. Wie am Arenal, wo wir uns auch die Tour aufschwatzen lassen haben. Wir schworen uns, uns nie wieder auf solche dahergelaufenen moechte-gern Touristenfuehrer einzulassen. Schlecht gelaunt konnten wir spaeter dann unser eigenes Zimmer beziehen. Immerhin etwas, so wussten wir wenigstens unsere Sachen in Sicherheit. Da das Wetter den ganzen Vormittag schon so verregnet war, gammelten wir dann dort verdrossen rum.
Zuvor hatten wir bei der Anmeldung einen Amerikaner, einen Belgier und eine Deutsch-Englaenderin (Katrin, 27) kennengelernt. Als wir schliesslich beschlossen, wenigstens noch an den Strand zu gehen, verabredeten wir uns fuer spaeter mit Katrin. Als wir nach etwa 10 min an dem Strand ankamen, waren wir nur wenig begeistert davon. Er war wirklich nicht der schoenste Strand und ohne Sonne sah er noch unfreundlicher aus. Jedoch trafen wir dort auf den Belgier, der uns ein bisschen surfen beibrachte. Spaeter kam dann Katrin und mit ihr mal wieder der Regen. So fluechteten wir uns auf einen Holzsteg mit Strohdach, der aufs Meer hinausragte. Dort sassen wir bestimmt 2 Stunden und unterhielten uns mit ihr. Sie erzaehlte uns viel von sich, dass sie allein durch Zentralamerika reist, Freunde auf der ganzen Welt hat usw. Gegen Abend gingen wir zurueck ins Hostel, wo wieder eine kleine Party im Gange war. Wir setzen uns jedoch oben auf den kleine Balkon, wo wir noch mit anderen jungen Weltenbummlern, Surfern und jungen Leuten redeten. Eine kam aus Finnland, einer aus London, der Belgier sass auch wieder dabei, in der Kueche begegneten wir noch 2 Deutschen usw. Dabei wurde fleissig gekifft und irgendjemand spielte eigentlich immer auf einer Gitarre, auch Stefan und ich.

Am Sonntag standen wir wieder frueh auf, da wir doch so eine Delfin-Tour machen wollten, damit das Wochenende nicht so verschenkt war. So machten wir uns wieder so leckere Thunfisch-Sandwichs und trafen uns mit den 2 Deutschen und einer weiteren Freundin, um direkt am Bootssteg zu zahlen und ins boot zu steigen (Der Veranstalter wurde vom Mondo Taitu empfohlen). Am Steg trafen wir noch auf einen weiteren Deutschen (Raphael) und 2 aus Israel. Das Wetter war nicht so berauschend, aber wir hofften einfach, dass es noch besser werden wuerde. Weit gefehlt. Waehrend der Bootsfahrt regnete es immer wieder, mal staerker, mal schwaecher. Der Fahrtwind war auch ziemlich kuehl, so dass wir in unseren kurzen Klamotten froren. Nachdem wir im Dolfin's Bay ueber 10 min herumgefahren waren und keine Delfine zu sehen waren, mussten wir weiter. Na toll, dachte ich mir, was fuer ein verflixtes Wochenende. Wir fuhren zu einer anderen Insel und machten eine kleine Pause. Da uns so kalt war, huepften und tribbelten wir herum, um wenigstens die Gaensehaut zu vertreiben. Anschliessend ging es dann wieder ein Stueck aufs Meeer hinaus, wo wir mit Schnoerchel-Ausruestung ins Wasser sprangen und Korallen und Fische in allen Farben und Groessen zu sehen bekamen. Nach einer ganzen Weile kletterten wir aus dem warmen Wasser wieder ins Boot und fuhren weiter. Im Regen und im Fahrtwind wieder frierend brachte uns der Bootsfuehrer zu einer anderen Insel und einem traumhaften Strand, dem Red Frog Beach. Stefan und ich schmuggelten uns am Eingang vorbei, Susi dagegen zahlte artig die 2 $ Eintritt. Weil so viele Leute da waren und es wie aus Kuebeln gegossen hat, hat das eh keiner gemerkt. Ueber ein matschigen Weg gelangten wir dann immernoch im Regen an den Strand. Waere das Wetter nicht so schlecht gewesen, waere es wirklich einmalig gewesen. Schon ein komisches Gefuehl im Regenmantel oder Poncho unter Palmen am Strand zu stehen. Da wir ja eh schon so durchgefroren waren, ging ausser Stefan auch keiner ins Wasser. Wir liefen am Strand entlang, machten Fotos unter anderem auch von den Wellen die die Felsen schlugen und sich meterhoch aufbaeumten. Ein beeindruckendes Schauspiel! Gegen 4 liefen wir wieder zum Boot und machten nochmal eine Matsch-Fuss-Packung auf dem Weg dahin. Wir fuhren wieder in Richtung Bocas del Tor, hielten aber unterwegs nochmal an einer anderen Stelle zum Schnoercheln an. Dort gabs leider nur sehr wenig Korallen, dafuer aber viele bunte Fische, so z.B. auch einer, der aussah wie der Regenbogenfisch aus dem Kinderbuch. Als alle wieder ins Boot geklettert waren, neigte sich unsere Tour dem Ende zu, leider ohne Delfine gesehen zu haben. Trotzdem war die Tour ganz schoen, denn wir haben wirklich viel gelacht, obwohl kalt und nass war.
So freuten wir uns umso mehr auf unser Hostel, eine warme Dusche und trockene Klamotten. Mit warm Duschen war aber leider mal wieder nichts. Und da unsere Handtuecher auf der Bootsfahrt komplett nass geworden sind, konnten wir uns auch nicht wirklich abtrocken. Irgendwann waren wir dann aber doch trocken, in frischen trockenen Klamotten und schluerften heissen Tee. Trotz des vielen Regens wurde erstaunlicherweise auch keiner krank.
Als wir dann in unserem Zimmer sassen, gingen wir mal unsere Finanzen durch und stellten fest, dass wir eigentlich zu wenig Geld mitgenommen hatten. So wie es aussah, konnten wir nichtmal unsere Rueckfahrt bezahlen. Als wir so darueber redeten, ueberlegten wir auch wegen dem Essen. Obwohl die Situation ja eigentlich ziemlich ernst war, war sie schon wieder so komisch, dass wir lachen mussten. Denn als Susi meinte, sie kauft sich nen Apfel, war die Antwort "zu teuer"! Wir konnten uns nicht mal einen Apfel fuer 30 US-Cent leisten!! Unsere Lektion mit dem Vertrauen hatten wir wirklich gelernt, denn haetten wir die 5 $, die wir dem jungen Panamesen gegeben hatten,noch gehabt, haetten wir keine Probleme gehabt. Zwar hatte Susi noch einen Traveller-Scheck, die Bank hatte aber so beschissene Oeffnungszeiten, dass wir ihn wohl auch nicht eintauschen konnten.
Ein wenig spaeter fanden wir aber schliesslich eine Loesung. Zum Glueck hatten Stefan und ich naemlich noch jeweils 10 000 Colonnes dabei. Als die 3 deutschen Maedels gegen Abend noch zu uns kamen (zum Teetrinken, den gabs naemlich bei uns im Hostel umsonst und der war auch voll lecker), meinten sie, sie koennten uns die gerne wechseln. So hatten wir gerade noch genug Geld fuer die Rueckfahrt. Mit dem Essen wuerden wir allerdings sehr sparen muessen.
Nachdem wir das aber ungefaher geregelt hatten, wollten wir nochmal unseren letzten Abend in Panama geniessen. So sassen wir wieder auf dem Balkon und unterhielten uns mit allen moeglichen Leuten. Eine junge Englaenderin, die eine Weltreise macht, sass z.B. bei uns, der Belgier war auch wieder da und brachte Stefan ein bisschen Gitarre-Spielen bei, 3 Braslianer sangen ziwschendurch wunderschoen auf Portugisisch usw. Natuerlich wurde auch wieder fleissig gekifft. Es herrschte eine tolle Atmosphaere und so klang der Tag total gemuetlich und lustig aus.

Wie schon die letzten Tagen, standen wir wieder frueh auf, diesmal aber schon um 6 Uhr. Denn wir wollten die Faehre um 7 Uhr erreichen. Da ich mir am Tag zuvor den einen Fuss an Korallen aufgeschuerft hatte, liefen die anderen beiden los, um nochmal das leckere Brot zu kaufen, denn fuer mehr als Brot reichte unser Geld leider nicht. Dann verliessen wir das Mondo Taitu - das beste Hostel, in dem wir bis jetzt gewohnt haben - und trafen uns mit den 3 deutschen Maedels (im stroemenden Regen), denn sie wollten auch weiter nach Costa Rica. An der Bootsanlegestelle trafen wir dann auch noch Raphael.
Da wir nicht reserviert hatten, bekamen wir gerade noch Platz im Boot. Stefan sass neben dem Fahrer und Susi und ich quetschten uns jeweils in eine der Sitzreihen. Da das Wetter sich nur wenig besserte, regnete es natuerlich auch ins Boot und da wir am Rand sassen, waren nach nur ein paar Minuten auf der rechten Seite von oben bis unten nass. So konnten die Bootsfahrt nicht geniessen. Wir fuhren extra mit dem Boot, weil es direkt nach Changuinola fuhr und man mehr zu sehen bekam. Aber vom Regen vollkommen entnervt, fehlte uns der Blick fuer die schoene Natur. Los gings erstmal wieder an grossen Inseln vorbei, spaeter dann fuhren wir durch viele kleinere Kanaele, deren Ufer ganz wild bewachsen waren.
Als wir dann nach etwa einer dreiviertel Stunde die kleine Bootsanlegestelle von Changuinola erreichten, wurden wir gleich wieder von Taxi-Fahrern belagert. Da wir jetzt ja zu siebt waren, handelten wir den Preis auf 3 $ pro Person fuer bis nach Sixaola runter. Mit uns im Taxi-Bus fuhr noch ein aelteres amerikanisches Paerchen, die daemlicherweise den vollen Preis von 5 $ zahlten. Selber Schuld!
Nach einer weiteres dreiviertel Stunde erreichten wir dann den Grenzort, wo wir problemlos unseren neuen Einreisestempel holen konnten. Wir hatten uns so einige Gedanken gemacht, denn wir waren nicht ganz 72 Stunden ausgereist und Susi hatte ihr Ruckflugticket vergessen (muss man da aus irgendwelchen Gruenden vorzeigen). Zum Glueck lief aber alles ohne Probleme ab und Stefan und ich hatten wieder die Aufenthaltsgenehmigung fuer 90 Tage in Costa Rica.
Da die 3 anderen Maedels mit den Formalitaeten schon fertig waren, liefen sie schonmal vor, um nach dem Bus zu schauen. Als wir dann fertig waren, ging mal wieder ein Schauer runter und wir warteten im Grenzhaeuschen, da wir nicht noch naesser werden wollten. Als wir dann weiterkonnten, sahen wir, wie der Bus am anderen Ende des Ortes gerade abgefahren war. Na toll, als ob wir nicht schon genug Pech gehabt haetten, durften wir dann noch ueber eineinhalb Stunden auf den naechsten warten. Ausserdem wollten wir mit den Maedels noch Adressen austauschen, aber so hatten wir keine Moeglichkeit mehr dazu.
Voellig gestresst setzten wir uns in ein total heruntergekommenes Café und fruehstueckten erstmal. Bis dahin hatte wir naemlich keine Zeit und keine Nerven gehabt. Raphael war mit uns im Grenzhaeuschen geblieben, so sassen wir dann nicht alleine im Café. Er nahm aber eine halbe Stunde spaeter den Bus nach Cahuita, von wo er dann abends nach San José weiterreisen wollte. Wir entspannten uns langsam und warteten ungeduldig, dass es endlich 10 Uhr ist. Bei einem Spaziergang entdeckte ich einen kleinen Obsthaendler und so kratzten wir unsere letzten Cents aus Panama zusammen und kauften uns einen riesen Haufen Bananen. Die sind super billig, total lecker und machen satt.
Als dann endlich der Bus kam, waren wir heilfroh, endlich im Trockenen und Warmen zu sitzen. Nach einer kleine Diskussion mit dem Bus-Schaffner mussten wir trotzdem den vollen Preis (Changuinola - San José ) zahlen. Damit hatten wir nicht gerechnet und da wir noch Fahrtgeld fuer in San José brauchten, erliess uns der Schaffner gnaedigerweise 100 Colonnes. Dann hatten wir endlich unsere Ruhe und erliessen die 6 Stunden Fahrt gebuldig ueber uns ergehen.
Da der Bus propevoll war, konnten wir uns nicht wie auf der Hinfahrt gemuetlich breitmachen. So setzte sich ein junger Deutscher (20) neben mich, mit dem wir uns dann die Fahrt ueber unterhielten. Er macht gerade eigentlich sein Zivi, aber in Amerika, und hat sich da 5 Wochen Urlaub genommen, um durch Zentralamerika zu reisen. Ausserdem hat er ein 1,0 Abitur und wird am Oktober dann Jura an einer Privatschule studieren (mit Stipendien natuerlich). Da waren wir erstmal baff. Und ich dachte immer, die ganzen 1,0-Abiturienten sind die Oberstreber und Lernen nur und geniessen ihr Leben nicht. Er hat mich ganz deutlich eines anderen belehrt.
Je naeher wir San José kamen, desto besser wurde das Wetter und als wir dann endlich am Bus-Terminal ausstiegen (etwa 4 Uhr) hatte es schoensten Sonnenschein. Wie froh wir waren, wieder in San José zu sein. Mit unseren allerletzten Colonnes zahlten wir dann noch unseren Bus nach Hause und kamen sehr sehr sehr muede daheim an. Nach einer heissersehnten warmen Dusche und leckerem Essen fiel ich totmuede ins Bett. Nach costa rricanischer Zeit waren wir ja schon seit 5 Uhr morgens wach und die ganze Rueckreise hatte mich wirklich geschafft.

So im Nachhinein war dieses Wochenende eines der tollsten Erlebnisse bis jetzt und die tollen und auch die schlechten Erfahrungen moechte ich nicht missen! Denn trotz der vielen Pannen, Aergernisse und des Regens, hatten wir sehr viel Spass und unser Panama-Trip wird uns bestimmt gerade deswegen noch lange in Erinnerung bleiben.

17.1.07 01:33

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